Weihnachten

Vanillekipferl

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Hallo, ihr Lieben!

Hier kommt noch ein traditionelles Keksrezept! Eigentlich müsste ich eher schreiben, eine traditionelle Kekssorte. Das Rezept an sich ist nämlich nicht von meiner Oma, Uroma etc., sondern von mir. Vanillekipferl und ich, das war eine zeitlang so eine Hassliebe.

Vanillekipferl

Nicht falsch verstehen: Beim Naschen war es natürlich immer pure Liebe, aber der Teig wollte mir lange nicht so richtig gelingen. Er war zu weich oder zu fest, und dann sind mir die Kipferl beim Formen zerbrochen, was schon einmal noch vor dem Advent zu einem Wutausbruch meinerseits geführt hat, samt Beteuerung, ich würde dieses Jahr überhaupt gar keine Kekse backen.

Sprach’s rauschte aus der Wohnung, kam zur Besinnung und kehrte mit einer großen Tasche Zutaten für Kekse nach Hause zurück. Wie viele Sorten habe ich dann gebacken? 13 oder 15 waren es. Äh nein, ich leide nicht unter Stimmungsschwankungen. Ich bin nur etwas temperamentvoll. 

Vanillekipferl

Dieses Rezept ist dann nach besagtem Wutausbruch entstanden – wohl überlegt, sorgfältig abgewogen, rasch verarbeitet. Und die Kipferl wurden weihnachtstraumwundervoll! 😀
Was ich an vielen Rezepten für Vanillekipferl immer auszusetzen hatte: Da ist keine Vanille drin. Im schlimmsten Fall nur Vanillinzucker (No-go, weil künstlich), meistens Vanillezucker. Das stellt mich aber auch nicht zufrieden, denn dann schmecken die Kipferl immer noch hauptsächlich süß. Daher kommt in meine Kipferl eine echte, ganze Vanilleschote.

Vanillekipferl

Meine drei Grundregeln für perfekte Vanillekipferl:

  • wenig Zucker im Teig
  • zügige Verarbeitung
  • unbedingt echte Vanille (= Vanilleschote)

Mit diesen Tipps seid ihr gut gerüstet, um noch rechtzeitig vor Weihnachten ein kleines Kipferlwunder zu vollbringen. Viel Spaß und viel Genuss!

Alles Liebe
Sarah

5 von 1 Bewertung
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Vanillekipferl

Mit echter Vanille und viel Liebe

Gericht Weihnachtskekse
Küche Backen, Weihnachten
Schlagwörter Kipferl
Zubereitungszeit 30 Minuten
Koch-/Backzeit 15 Minuten
Gesamtdauer 45 Minuten
Portionen 45 Stück
Autorin Sarah

Zutaten

Für den Teig

  • 200 g glattes Weizenmehl
  • 75 g fein geriebene Haselnüsse
  • 50 g Staubzucker (gesiebt)
  • 1 Vanilleschote (ausgekratztes Mark)
  • 2 Eidotter
  • 140 g kalte Butter

Zum Wälzen

  • ca. 50 g Staubzucker (gesiebt)
  • ca. 20 g Vanillezucker

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.

  2. Für perfekte Vanillekipferl müssen wir kalt und zügig arbeiten. Dafür trefft ihr am besten folgende Maßnahmen: Mehl, Haselnüsse und Staubzucker in einer Schüssel vermischen und in den Kühlschrank stellen. Die Butter würfeln und anschließend nochmal kalt stellen. Die Knethaken des Handrührgerätes ins Gefrierfach legen. Die Hände beim Kneten zwischendurch immer wieder in Eiswasser tunken und abtrocknen. 

  3. Butter, Mehlmischung und Vanillemark mit den Fingern verarbeiten, bis Streusel entstehen.

  4. Dotter dazugeben und alles rasch verkneten.

  5. Den Teig nicht ruhen lassen, sondern direkt verarbeiten: Zu einer Rolle formen und etwa fingerdicke Stücke abschneiden. Diese zuerst zu Kugeln formen, dann mit den Fingern zu Rollen, die in der Mitte bauchig und an den Enden deutlich dünner sind. 

  6. Die Rollen auf das Blech legen und zu Kipferln formen. 12-15 Minuten auf Sicht backen. Das Backpapier mitsamt den Kipferln vom Blech auf die Arbeitsfläche ziehen und die Kipferl dort auskühlen lassen.

  7. Staubzucker und Vanillezucker vermischen und die Kipferl vorsichtig darin wälzen.

    Alternativ könnt ihr die Zuckermischung auch in einer Dose aufbewahren und jeweils nur die Vanillekipferl, die ihr servieren wollt, damit bestreuen.

2 Comments

  1. Ich werde morgen dein Rezept umsetzen, bin schon gespannt auf das Ergebnis!!
    …aber ob ich meine Hände bei der Kälte in Eiswasser tunken werde weiß ich noch nicht 😀

    • Ich bin auch gespannt! 😀 Das Eiswasser finde ich aber echt hilfreich. Es geht darum, dass die Butter im Teig beim Formen nicht warm wird, denn dadurch wird der Teig brüchig. Wenn du ohnehin kalte Hände hast, ist die Gefahr aber geringer. 😉

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